Welche Vision treibt eigentlich das GJW Nordwestdeutschland?

Visionstag am 23. November

Bericht zum Visionstag im GJW Nordwestdeutschland am 23.11.2019

Es war an der Zeit, um einmal grundsätzlich mit allen ehrenamtlichen GJW-Engagierten und GJW-Verbundenen aus den Gemeinden zu fragen: „Welche Vision treibt uns eigentlich und wie kommen bei uns die Entscheidungen zustande? Dazu lud der Vorstand alle ein, die sich in den nordwestdeutschen Baptistengemeinden für Arbeit mit jungen Menschen einsetzen. Außerdem waren die Moderatoren Vera Blauth (Karlsruhe) und Christoph Schweppe (Bochum) gewonnen worden. Sie sollten helfen, wichtige Anliegen auf den Tisch zu bringen und gemeinsame Schritte in die Zukunft zu gehen.

Insgesamt knapp 60 Personen aus 11 Gemeinden ließen sich einladen. Die Mehrheit kam aus Ostfriesland, aber auch die EFGs Westerstede, Osterholz-Scharmbeck, Oldenburg, Augustfehn, Lingen, Achim und Wildeshausen waren vertreten. Viele der Gekommenen sind aktuell in Arbeitskreisen des GJW NWD verbindlich engagiert, manche waren es früher mal, andere wollten einfach mal reinschnuppern.

Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zogen eine überwiegend positive Bilanz zu dem Tag. So habe es geholfen, sich gegenseitig wahrzunehmen und voneinander zu hören. Diese Bilanz passte zu einer Übung, die am Anfang des Tages stand, und die vor Augen führte: Beziehungen sind immer wichtiger als Sachen. Manche fühlten sich durch die Begegnungen und den Austausch im großen Kreis neu motiviert. Die Arbeit der Moderatoren wurde gelobt, sie hätten wesentlich zur guten Verständigung beigetragen.

Doch zunächst wurden mögliche „Störungen“ und „Erwartungen“ in den Blick genommen. Diese wurden auf Zetteln gesammelt und sortiert. Zwei größere Bereiche schälten sich dabei heraus: Die Frage nach der Kommunikation zwischen Leitung und Basis (seit einem Jahr arbeitet das GJW NWD ohne eine Leiterin oder einen Leiter) und die Frage nach der inhaltlichen Ausrichtung. Am Nachmittag wurde zu verschiedenen Themen in Kleingruppen gearbeitet. Die Themen waren: „Ideen Teens & Jugend“, „Ideen Jungschar“, „Kommunikation“, „Inhalte mit Tiefgang“, „Inhalte niederschwellig“ und „Leitungsstruktur“.

Insbesondere das Thema „Leitungsstruktur“ dürfte in naher Zukunft größere Bedeutung bekommen. So wird aktuell ein Entwurf für eine neue GJW-Satzung erarbeitet. Darin sollen letztlich solche Strukturen verankert werden, die zu mehr Transparenz, Beteiligung und besserer Kommunikation zwischen allen Engagierten und Arbeitskreisen führen soll. Am 26.1.2020 soll diese neue Satzung offiziell von den gewählten GJW-Vertreterinnen und -Vertretern (ÜÖs und AK Jugend) angenommen werden.

Fragen zur inhaltlichen Ausrichtung konnten an dem Tag nicht tiefer behandelt werden. Allerdings ist wohl neuer Mut gewachsen, an diesen Fragen weiterhin miteinander zu arbeiten und notfalls zu ringen. Die Moderatoren mahnten allerdings, bei allem internen Ringen um moralische Detailfragen nicht das Wesentliche zu verpassen: Das, was uns eint, ist wichtiger als das, was uns trennt – Der Glaube an Jesus Christus ist die Mitte, und Kinder und Jugendliche sollen Jesus Christus kennenlernen und ihm vertrauen.

 

Der Landesjugendausschuss