Auf dem Weg zur sicheren Gemeinde

... heißt die Kindes- und Jugendschutzkampagne des Gemeindejugendwerks

Wir beschreiten einen Weg, und das Ziel sieht so aus:

  • Kinder kennen und behaupten ihre Rechte.
  • Mitarbeitende sind wachsam und selbstkritisch.
  • Kindeswohlgefährdung, Gewalt und Missbrauch sind keine Tabuthemen.
  • Wir sind vernetzt und kennen Beratungs- und Anlaufstellen.

Vertrauensperson für Nordwestdeutschland

Linda Hoyer

Die zuständige Vertrauensperson ist fachlich geschult. Sie arbeitet unabhängig. Sie begleitet und berät Hilfesuchende bei allen Fragen, in Verdachtsfällen und Konfliktsituationen.

E-Mail an: vertrauensperson@gjwnwd.de

Persönlich anrufen: 0163 7394015

Schulungen

Christliche Gemeinschaften haben sich der Realität von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in ihrem Kontext zu stellen. Der Schwerpunkt unserer Schutzkampagne liegt auf präventiver Schulung und Aufklärung für Mitarbeitende und Teams. Um eine gemeinsame, wirksame Sprache gegen Vernachlässigung und Gewalt zu finden, braucht es transparente Standards für die Prävention, Intervention und Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Schulungen für Gemeinden, Gruppen und Teams vor Ort in Nordwestdeutchland bietet Landesjugendpastor Jann-Hendrik Weber an.

Mehr Infos und Schulungsmaterial findest Du hier.

Verhaltenskodex für Mitarbeitende in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Auf dem Weg zur "Sicheren Gemeinden" sollen Mitarbeitende vor Ort und in der überörtlichen Arbeit Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen so leben, dass Vertrauen nicht zerstört und Grenzen respektiert werden. Zum Schutz der Teilnehmenden und zu meinem eigenen Schutz halte ich mich an folgende Grundsätze:

1. Ich verpflichte mich, alles mir Mögliche zu tun, damit in unserer gemeindlichen und/oder GJW-Arbeit Kinder und Jugendliche vor Gefahren und Übergriffen bewahrt werden. Deshalb schütze ich Kinder und Jugendliche vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt und beachte die gesetzlichen Vorschriften zum Schutz der Teilnehmenden.

2. Ich nehme die Intimsphäre, das Schamgefühl und die individuellen Grenzempfindungen der mir anvertrauten Kinder und Jugendlichen wahr und ernst. Ich erkenne an, dass jeder Mensch ein Individuum mit eigener Persönlichkeit ist. Deshalb respektiere ich den eigenen Willen aller Gruppenmitglieder.

3. Mir ist bewusst, dass es ein natürliches Machtgefälle zwischen Mitarbeitenden und Teilnehmenden gibt. Mit der mir übertragenen Verantwortung in der Mitarbeit gehe ich sorgsam um. Insbesondere missbrauche ich meine Rolle als Mitarbeiter oder Mitarbeiterin nicht für sexuelle Kontakte zu mir anvertrauten jungen Menschen.

4. Ich verzichte auf verbales und nonverbales abwertendes Verhalten und beziehe gegen gewalttätiges, diskriminierendes, rassistisches und sexistisches Verhalten aktiv Stellung.

5. Ich spreche in unserem Mitarbeitendenteam Situationen an, die mit diesem Verhaltenskodex nicht in Einklang stehen, um ein offenes Klima in der Gruppe zu schaffen und zu erhalten.

6. Ich achte auf Anzeichen von Vernachlässigung und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen. Ich informiere mich über die notwendigen Handlungsschritte und suche mir kompetente Ansprechpartner oder -partnerinnen, damit ich im konkreten Fall Hilfe für mich und Betroffene finde.

Die GJW-Bundeskonferenz, das höchste Entscheidungsgremium des Gemeindejugendwerks, hat diesen Verhaltenskodex für Mitarbeitende im März 2009 einstimmig beschlossen und empfiehlt ihn Gemeinden und Gemeindejugendwerken zum Gebrauch.